Per Rakete durch Raum und Zeit.

Schüler formulieren Wünsche an ihre Schule der Zukunft.

Wenn man etwas Neues beginnt, wünscht man sich Glück und Erfolg. Die Wünsche, die die Schüler der Internationalen Friedensschule Köln / Cologne International School (IFK/CIS) für ihre neue Schule formuliert haben, sind jedoch ganz konkret: Sie erarbeiteten in einem Workshop ihre Ideen für die „Schule der Zukunft als Lern- und Lebenswelt“. Der Schülerworkshop war Auftakt für die Planung des neuen internationalen Schul-Campus. Der Umzug in die neuen Räume soll spätestens im Sommer 2022 stattfinden.

Zeitreise ins Jahr 2022

„Three, two, one, zero!“ Der Start der imaginären Rakete zu einem unbewohnten Planeten läuft erfolgreich. An „Bord“ sind eine große Gruppe Schüler und Lehrer der bilingualen Grundschule, der International School und des bilingualen Gymnasiums sowie zwei Architekten der Vollack Gruppe, Experten für Planung und Bau methodisch entwickelter Gebäude. Ihre Mission: Eine Zeitreise in das Jahr 2022. In Gruppen erarbeiten die „Vordenker“ alles, was man dort zum Leben braucht. Dazu gehört, so die Schüler ganz selbstverständlich, auch eine Schule. Wie diese genau aussehen soll und was sich Schüler für diese Schule wünschen, das sind die Themen des mehrstündigen kreativen Austauschs. Auf der Wunschliste der Grundschüler stehen zum Beispiel: ein Schulhof mit vielen großen Bäumen, mit Spiel- und Sportmöglichkeiten oder ein Rutschen- und Tunnelsystem, das alle Gebäudeteile verbindet. Für die älteren Schüler gehören zu einer Schule der Zukunft neben der gewohnt guten Ausstattung mit IT und interaktiven Smartboards mehr Relax-Zonen, eine Schülerküche, Werk- und Begegnungsräume. Und: farbenfroh und lebendig soll es werden. „Unsere Schule ist ja nicht nur ein Ort zum Lernen“, begründen sie ihre Überlegungen, „wir leben hier, es ist unser zweites Zuhause“. Die Schüler sind mit Feuereifer bei der Sache und präsentieren ihre Vorstellungen selbst. „Wir sind beeindruckt von der Begeisterung der Schüler für das Zukunftsprojekt und wie schon die Jüngsten an diese Aufgabe herangehen“, sagt Martin Honak aus der Leitung der Vollack Gruppe am Standort Wesseling. „Man merkt, dass an der Friedensschule viel Wert auf projektbezogenes Arbeiten gelegt wird.“

Identifikation von Anfang an

Der Workshop-Tag fand auf Einladung von IFK/CIS-Geschäftsführer Jan Hülsmann unter der Anleitung der zwei Gebäude-Experten statt, die sich mit der Entwicklung von zukunftsweisenden Lern- und Arbeitswelten auskennen. Sie waren die Vorbereitung für einen sogenannten Phase-NULL®-Workshop. In diesem nächsten Schritt wird Vollack gemeinsam mit dem Leitungsteam der IFS/CIS, Lehrern und Elternvertretern das Anforderungsprofil an den neuen Schul-Campus erarbeiten. Das Ergebnis wird ein passgenaues Konzept sein, mit dem sich alle, die in der Schule lernen, lehren und arbeiten von Anfang an identifizieren können. „Gemeinsam mit unseren Schülern und den erfahrenen Experten von Vollack wollen wir eine Lernwelt der Zukunft schaffen“, sagt Jan Hülsmann. „Wir haben uns für den intensiven Austausch mit den Kindern und Jugendlichen entschieden, denn sie wissen am besten, in welcher Umgebung sie gerne lernen möchten. Bei der Entwicklung und Realisierung steht uns Vollack in den kommenden Jahren als Experte und Sparringspartner zur Seite.“ „Die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler zu kennen, ist eine wertvolle Basis für das Projekt“, sagt Martin Honak. „Der Grundgedanke vom Raum als dritten Pädagogen stand schon bei der Gründung der Friedensschule mit im Fokus der Planung des damaligen Neubaus. 10 Jahre später können wir unsere Erfahrungen und die neuesten Erkenntnisse der Lern- und Bildungsforschung in das neue Konzept einfließen lassen “, freut sich Hülsmann.

Neues Gebäude an neuem Standort

Für die Internationale Friedensschule Köln / Cologne International School (IFK/CIS) entwickelt Vollack in Köln-Ossendorf, Butzweilerhof auf einem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück einen Neubau, der mehrere Schultypen vereinen wird: eine bilinguale Grundschule, ein bilinguales Gymnasium und eine Internationale Schule. 15.000 Quadratmeter BGF werden entstehen, mit Lernwelten, Verwaltung, Mensa, Aula und Sporthalle.

Bis spätestens Sommer 2022 soll das neue Lern-Zuhause für die Schüler bezugsbereit sein. Dann laufen die bestehenden Mietverträge aus. Wenn es nach den begeisterten Workshop-Teilnehmern geht, könnte die Schule der Zukunft schon bald bezogen werden.